Neubau Kindertagesstätte in der Ortsmitte von Hegge
Gemeinde Waltenhofen
Jahr: 2025
Hochbau: su und z Architekten
FREIANLAGEN UND STÄDTEBAU
Die städtebauliche Setzung der Gebäude schafft ein differenziertes Gefüge aus Plätzen, Höfen und Wegen mit unterschiedlichen Öffentlichkeitsgraden. Diese sind untereinander sowie mit dem umliegenden Ort vernetzt und bilden ein Wegenetz, das an die gewachsene dörfliche Struktur anknüpft. Zwischen dem Pfarrgarten, den Wohngebäuden, dem Kindergarten und den Grünräumen entsteht eine durchgängige Wegeverbindung, die sich durch den Ort zieht und bestehende Orte wie den Pfarrgarten, den Buchenhain und die Dorfmitte miteinander verknüpft. Unterschiedliche Freiräume von besonnten Aufenthaltsbereichen über wechselfeuchte Retentionsflächen bis hin zu schattigen Gehölzräumen werden erlebbar gemacht.
DORFMITTE
Das Zentrum spannt sich zwischen Kirche, Hartinger Haus und Kindertagesstätte auf und bildet den räumlichen und sozialen Mittelpunkt des Entwurfs. Der gefasste Platz mit robustem Belag und integrierten Pflanzbeeten verbindet Aufenthaltsqualität mit hoher Nutzungsflexibilität. Sitzmöglichkeiten und Vegetation schaffen ein ausgewogenes Verhältnis von Offenheit und Beschattung. In Richtung Kirche öffnet sich der Platz mit einem Blick in die Landschaft und stellt Sichtbezüge in den umgebenden Grünraum her.
DAS GRÜNE HERZ
Südlich anschließend entsteht ein geschützter, zusammenhängender Grünraum aus Kindergartenfreiflächen, Pfarrgarten und Retentionsbereich. Dieser bildet das landschaftliche Gegenstück zur Dorfmitte. Die Topografie wird so modelliert, dass ein Wechsel aus ebenen Spielbereichen und sanft geneigten Böschungen entsteht. Bestehende Gehölze werden ergänzt und zu prägenden Vegetationsstrukturen weiterentwickelt.
BAUMBESTAND UND LANDSCHAFT
Der vorhandene Baumbestand, insbesondere im Pfarrgarten sowie der Buchen- und Ahornhain rund um die Kirche, wird erhalten, gestärkt und in das Freiraumkonzept integriert. Neue Wege erschließen diese Bereiche und verbinden sie zu einem zusammenhängenden Landschaftsraum, der erlebbar wird.
REGENWASSER UND ÖKOLOGIE
Das Regenwassermanagement ist integraler Bestandteil der Freiraumgestaltung. In Senken und Retentionsflächen wird Oberflächenwasser zurückgehalten und ermöglicht die Entwicklung naturnaher, standortgerechter Vegetation. Pflanzbeete im Dorfplatz sowie ergänzende Mulden übernehmen zusätzliche Retentionsfunktionen. So entsteht ein resilienter, ökologisch wirksamer Freiraum mit vielfältigen Aufenthaltsqualitäten.