Neufreimann MU 1(7)
München. Stadtteil Berg am Laim
Jahr: 2024
Hochbau: Grassinger Emrich Architekten
Grüne Gasse
Die Grüne Gasse orientiert sich am übergeordneten Gestaltungskonzept der Grünverbindungen zwischen den Quartieren. Im Zentrum des Bandes liegt ein großzügiger Platz mit zwei angrenzenden Spielstrukturen. Dieser Freiraum ist durch die unmittelbare Nähe zu den öffentlichen und gemeinschaftlichen Erdgeschossnutzungen besonders intensiv bespielt.
Innenhöfe als landschaftlicher Raum
Als Gegenpol zum orthogonalen System der Grünverbindungen entwickeln sich die Innenhöfe aus einem landschaftlichen Fluss heraus. Über mehrere Ebenen staffeln sich ondulierte Pflanzflächen mit einem Wechsel aus hoher und niedriger Vegetation. Pflanzinseln strukturieren die frei begehbaren Räume, schaffen Rückzugsbereiche und ermöglichen ein hohes Maß an Privatheit.
Vegetation und räumliche Staffelung
Die Innenhöfe im Erdgeschoss sind nicht unterbaut und bieten damit die Möglichkeit für großkronige Baumpflanzungen. Auf dem zweiten und achten Obergeschoss staffeln sich weitere Baumgruppen auf erhöhten Pflanzinseln. Durch diese Abfolge entsteht eine dschungelartig üppige, zugleich einladende Atmosphäre, die die Höfe und Geschosse in der Vertikalen miteinander verbindet. Der überwiegende Teil der Pflanzinseln ist begehbar und verbindet Nutzung mit einem hohen Anteil intensiver Begrünung.
Regenwassermanagement
Für das Regenwassermanagement wird eine Anstaubewässerung auf den jeweiligen Dachflächen vorgeschlagen, um anfallendes Regenwasser pflanzenverfügbar zu sammeln. Bei Starkregenereignissen wird überschüssiges Wasser aus den Anstauelementen über gestaltete Speier in der Attika als temporärer Wasservorhang in die nicht unterbauten Flächen des Lesegartens und des Begegnungshofes geleitet. In diesem Zeitraum entsteht eine direkte, gut wahrnehmbare Einsicht in das Regenwassermanagement für die Nutzerinnen und Nutzer.