ORPLID – Wohnen am Hachinger Bach (WA 3)
München. Stadtteil Berg am Laim
Auftraggeber: Familie Rothenfußer als Eigentümer und Bauherr
Leistung: Freiraumplanung für das Quartier des Wohnfelds WA 3
Umfang Freianlagen:
Außenanlagen Dachflächen: 1063 m²
Außenanlagen Erdgeschossflächen: 8110 m²
Baubeginn Freianlagen: April 2025
Städtebaulicher Kontext
Die Freianlagen entwickeln ein zusammenhängendes Freiraumgefüge im Umfeld neuer Quartiersentwicklungen in Berg am Laim. Urbane Gassen, begrünte Innenhöfe und nutzbare Dachflächen verknüpfen sich zu einem lebendigen Außenraum, der den Anforderungen eines modernen Wohnquartiers gerecht wird.
Erschließung und Gassenräume
Die Gassen übernehmen die Erschließung der Wohngebäude und sind zugleich als öffentlich belebte Aufenthaltsräume konzipiert. Blühende Pflanzflächen und Bauminseln, sowie Sitzangebote und Fahrradstellplätze strukturieren den Raum und fördern Interaktion im Quartier und darüber hinaus. An den Übergängen zu den Innenhöfen entstehen kleinere Quartiersräume, die durch angrenzende Erdgeschossnutzungen aktiviert werden. Die Hauptgasse erhält eine besondere Bedeutung und bietet ausreichend Platz für Märkte, Außengastronomie sowie temporäre Veranstaltungen im Freiraum.
Innenhöfe und Freiraumnutzung
Die Innenhöfe sind als intensiv begrünte Rückzugsräume für die Bewohnerinnen und Bewohner konzipiert. Großzügige Baumneupflanzungen und Spielflächen schaffen eine ruhige, grüne Atmosphäre abseits der belebten Gassen. Durch eine leichte zugängliche Anhebung sowie eine umlaufende Sitzkante werden die Höfe räumlich gefasst und als geschützte Aufenthaltsbereiche definiert. Sie bieten Raum für Erholung, Spiel und gemeinschaftliche Nutzung in einem eher intimen Rahmen. Die eigens entwickelten Spielbereiche setzen dabei markante identitätsstiftende Akzente und sind integraler Bestandteil der Hofgestaltung.
Leitmotiv Spiel und Identität
Das gestalterische Leitmotiv des Drachen prägt die Spiellandschaften „Drache" und „Drachenhort“. Die Spielstrukturen aus Robinienholz übersetzen mythologische Motive abstrakt in räumliche Erlebnisse und schaffen Orte für Bewegung, Fantasie und gemeinsames Entdecken. Ein Brunnen soll dieses Thema aufgreifen und verankert es im Alltag des Quartiers.
Vegetation und Klima
Die Freianlagen setzen auf eine üppige, standortgerechte Bepflanzung und einen geringen Versiegelungsgrad. Das Schwammstadt-Prinzip bildet die Grundlage des ökologischen Konzepts. Retentionsdächer speichern Regenwasser, machen es für die Vegetation nutzbar und tragen durch Verdunstung zur Verbesserung des Mikroklimas bei.
Dachlandschaft
Alle Dachflächen der fünf Bauvolumen werden als nutzbare Freiräume aktiviert und differenziert ausgebildet. Bis zum vierten Obergeschoss entstehen intensiv begrünte Dachgärten, die teilweise gemeinschaftlich genutzt werden und vielfältige Aufenthaltsqualitäten bieten. Einzelne Dachbereiche übernehmen besondere Funktionen, etwa für Bewegung, Rückzug oder Biodiversität. In den oberen Geschossen ab dem sechsten Obergeschoss sind die Dächer extensiv begrünt und werden ergänzend mit Photovoltaikanlagen belegt.